Mehr Speicher, neue Vertragsbedingungen und zusätzliche Kosten bei bestimmten CSP-Abos – Microsoft passt seine Lizenzwelt an. Ab September 2026 erhalten berechtigte Business-Abonnements bis zu 100 GB Postfachspeicher. Gleichzeitig sollten Unternehmen die Preisanpassungen vom Juli sowie den neuen 5-%-Aufschlag ab Oktober im Blick behalten. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Neuerungen, Fristen und Auswirkungen auf einen Blick.
Die erfreulichste Nachricht zuerst: Microsoft verdoppelt das primäre Postfachkontingent für berechtigte Business-Pläne von 50 GB auf 100 GB – ohne Aufpreis und ohne dass Sie den Plan wechseln oder eine separate Exchange-Lizenz kaufen müssen.
Betroffen sind die drei gängigen Business-Suiten:
Damit liegen Business-Tenants beim primären Postfach künftig gleichauf mit Enterprise-Plänen wie Office 365 E3.
Nicht jeder Tenant erhält die Erhöhung zum gleichen Zeitpunkt. Der Rollout der Packaging-Änderungen begann im Juni 2026 und läuft bis September 2026 weiter. Microsoft kündigt die Verfügbarkeit im jeweiligen Tenant mit mindestens 30 Tagen Vorlauf über das Message Center an.
Wenn Sie also im Admin Center bei einzelnen Benutzern noch 50 GB sehen, liegt in den meisten Fällen kein Fehler vor. Es gibt drei dokumentierte Gründe, warum ein Postfach vorerst bei 50 GB bleibt:
Wichtiger Hinweis: Der zusätzliche Speicher gilt nur für das primäre Postfach. Es entstehen dadurch keine neuen Archiv-Funktionen, und aus einem Business-Abo wird kein Exchange Online Plan 2. Administratoren sollten Lizenzen nicht entfernen und neu zuweisen, um die 100 GB zu «erzwingen» – der normale Rollout erledigt das automatisch.
Bereits zum 1. Juli 2026 hat Microsoft die Preise für viele Microsoft-365-Suiten angehoben – die dritte kommerzielle Preiserhöhung seit dem Start von Office 365 im Jahr 2011. Die neuen Preise gelten für Neu- und Bestandskunden bei der nächsten Verlängerung nach dem 1. Juli 2026.
Ein Auszug der wichtigsten Business-Änderungen (Listenpreise in USD, mit Teams):
| Plan | Alt | Neu | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Microsoft 365 Business Basic | $6.00 | $7.00 | +16 % |
| Microsoft 365 Business Standard | $12.50 | $14.00 | +12 % |
| Microsoft 365 Business Premium | $22.00 | $22.00 | unverändert |
| Office 365 E3 | $23.00 | $26.00 | +13 % |
| Microsoft 365 E3 | $36.00 | $39.00 | +8 % |
| Microsoft 365 E5 | $57.00 | $60.00 | +5 % |
Quelle: Microsoft 365 Pricing and Packaging Updates | Microsoft Licensing Resources
Auffällig: Business Premium bleibt bewusst stabil bei 22 USD, während Standard steigt. Microsoft verkleinert damit gezielt die Preislücke – ein Upgrade auf Premium wird attraktiver.
Ab dem 1. Oktober 2026 kommt eine weitere Änderung, die gezielt eine bestimmte Vertragskonstellation betrifft: Microsoft erhebt einen Aufschlag von 5 % – den sogenannten «Cost of Capital Uplift» – auf CSP-Software-Abonnements mit:
Betroffen sind Software-Kategorien wie Windows Server, SQL Server, Client Access Licenses (CALs) und System Center.
Wichtig zur Einordnung:
Der 5-%-Aufschlag ist letztlich der Preis für die Flexibilität, eine Jahresverpflichtung über zwölf Monate verteilt bezahlen zu können. Für Unternehmen mit nennenswertem Server- oder CAL-Volumen summiert sich das schnell.
Als Ihr IT-Partner behalten wir diese Änderungen für Sie im Blick. Wir prüfen die Lizenzen und Vertragsmodelle unserer Kundinnen und Kunden aktiv, identifizieren, welche Abos vom Juli-Preisanstieg oder vom 5-%-Aufschlag betroffen sind, und beraten Sie rechtzeitig – zum Beispiel bei der Frage, ob monatliche oder jährliche Abrechnung für Sie günstiger ist oder ob sich ein Wechsel des Plans lohnt.
Sie müssen nicht selbst aktiv werden: Wir kommen proaktiv auf Sie zu, sobald bei Ihren Abos Handlungsbedarf besteht.
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